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Wurzeln und Ursprung

Die Beschreibung von Shaktipat Vidhan unter Kundalini-Yoga findet sich in vielen Texten. Yoga Vashistha, Tejbindunishad, Yoga Chudamani, Gyan Sankalini Tantra, Shiv Purana, Devi Bhagwat, Shaandipanishad, Muktikopanishad, Hatha-Yoga Samhita, Kularnava- Tantra, Yogini-Tantra, Gherund Samhita und Gantha Shruti Dhadan. Die verschiedenen Aspekte dieser Disziplin wurden hervorgehoben. Kundalini Sadhana wird vielerorts auch Sadhana Chakra Badhana Sadhana genannt. Der gesamte Körper mit all seinen Lebenszellen wird vom Herrn der größten Kraft (Lord Shiva) und der Lebensenergie (Shakti) geregelt. Es gibt zwei Pole-Two - Abschnitte dieses Prozesses. Man nennt sie eine anabole Handlung. Dies wird in der philosophischen Sprache ebenfalls Shiva und Shakti genannt. Shiva Kshetra wurde Sahasrara und Shakti Kshetra Muladhara genannt. Der Name der sie verbindenden Kraft ist die Kundalini.

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Die Chakren und ihre Bedeutung

Muladhara-Chakra
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Das unterste Chakra ist das Muladhara-Chakra. Es ist der Sitz der schöpferischen Energie im Menschen. In ihrer untersten Manifestationsform ist diese schöpferische Kraft Triebkraft. Verfeinert wird sie zur künstlerischen Intuition, zur Liebe, um in ihrer höchsten Manifestation sich in All-Liebe mit Shiva zu vereinigen. Die schöpferische Energie wird im Yoga Kundalini genannt, dargestellt als Schlange oder weibliche Göttin (bzw. Dakini/Hexe). Im Muladhara-Chakra ist die Kundalini noch schlafend, was ihr magisches, spirituelles Potenzial anbelangt. In dreieinhalb Umschlingungen umfaßt sie den Shiva Linga, Symbol der Zeugungskraft von Shiva (hier, sonst kann Linga mehr bedeuten). Im Muladhara befindet sich auch der erste Knoten von Ida und Pingala (ein Knoten ist ein Punkt, an dem beide, Ida und Pingala, die Sushumna (Wirbelsäule) kreuzen. Dieser Kreuzungspunkt Brahma Granthi (Knoten Brahmas) wird auch Mukta Triveni genannt, die Quelle der inneren Entsprechungen der Flüsse Ganges, Yamuna und Saravati (mythologischer Name der zuvor erwähnten 3 Nadis Ida, Pingala, Sushumna). Siehe Kundalini Ressort: "Nadis". Später treffen diese drei Nadis wieder im Anahata-Chakra und im Ajna-Chakra aufeinander.

Svadishthana-Chakra
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Die Schreibweise des Svadishthana-Chakras ist unterschiedlich z.B. auch Swadhisthana (wichtig wegen der Eingaben in Suchmaschinen). Das Svadishthana-Chakra (Sakral-Chakra) ist das zweite Chakra und hat die Farbe orange. Seine Wurzel ist hinter den Genitalien und seine Trichteröffnung über den Genitalien. Es ist das Gegenchakra des Muladhara-Chakras. Als solches hat es mit der Sexualität zu tun und den Gedanken und Emotionen, welche damit gekoppelt sind. Für die körperlichen Aspekte der Sexualität hingegen ist das Muladhara-Chakra zuständig. Als magisches Zentrum ist es dem Element Wasser zugeordnet.

Manipura-Chakra
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Das Manipura-Chakra liegt ungefähr 3 Fingerbreit unter dem Nabel. Dieses Chakra hat in Indien, speziell im Tantrismus eine große Bedeutung und eine ebenfalls sehr große Bedeutung im tibetischen Yoga. Eine wesentliche Bedeutung besitzt dieses Zentrum auch im taoistischen Yoga, der nicht mit Chakras arbeitet. Hier ist es der Feuerkessel des Herzens (Herz als Sitz der Emotionen und Gefühle) Teilweise entspricht dies dem Anahata-Chakra, teilweise jedoch auch dem Manipura-Chakra. Eindeutig ist jedoch die Rolle des "Dreifachen Erwärmers" in der Akkupunktur und im taoistischen Yoga. Dieser liegt drei Fingerbreit unterhalb des Nabels. Die drei Elexierfelder (Zinnoberfelder), sind die Orte von Ching, Chi und Shen. Das Manipura-Chakra ist deshalb von so zentraler Bedeutung, weil es dem Element Feuer entspricht (bzw. im Taoismus ein sehr wichtiger Energiepunkt ist). Sämtliche Kundaliniübungen - und diese haben ja die Aufgabe die Chakras zu beleben und zu aktivieren - beginnen mit Hitze, Hitzeimaginationen und Muskelarbeit, welche physische Wärme an relevanten Stellen erzeugen soll sowie Atemübungen, welche ebenfalls Energien und Hitze erzeugen sollen. Chögyal Namkhai Norbu: "Die Harmonie der Elemente in der Kunst der Atmung", Verl.d.Dzochen, 1998, Landshut, D, Seite 132: "Dieses Chakra ist eines der wichtigsten zur Erzeugung der Hitze". "4 Fingerbreit unter dem Nabel, wo sich die drei Kanäle vereinigen" (Sushumna, tib. Kundarma, weiterhin Ida und Pingala). Im Gegensatz zu Indien, Tibet und China hat das Manipura-Chakra in der Theosophie eine geringe Bedeutung und dafür an seiner Stelle das Surya-Chakra, welches für die Medialität zuständig ist.

Anahata-Chakra
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Das Anahata-Chakra ist das Zentrum kosmischer Liebe. Es ist zugleich ein Zentrum des Ausgleiches und der Balance zwischen den unteren, mehr körperlich betonten Chakras und den oberen, mehr spirituell betonten Chakras. Das Anahata-Chakra ist wie der Drehpunkt einer Waage, es ist die ausgleichende Mitte. Wer dieses Chakra zum Schwerpunkt hat, lebt in harmonischer Ausgeglichenheit, in Hinwendung und Liebe zu allem, das ihm/ihr begegnet. Dieses Chakra liefert nicht solch überraschende Effekte und Sensationen wie das Ajna-Chakra - ein Grund, weshalb von vielen das Ajna-Chakra bevorzugt wird. Dahinter kann sich jedoch ein großer Irrtum verbergen: Ohne die solide Basis eines entwickelten Anahata-Chakras ist jeder weitere spirituelle Aufstieg nur ein Schein, eine Täuschung. Das Anahata-Chakra wird oft mit dem Solar-Plexus - Chakra gleichgesetzt. Dies entspricht jedoch nicht den ursprünglichen indischen Anschauungen.

Vishuddha-Chakra
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Das Vishuddha-Chakra wird mit dem magischen Wort, dem Mantra, in Verbindung gebracht. Als 5. Chakra steht es für das Element Äther (Akasha).

Ajna-Chakra
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Das Ajna-Chakra (sechstes Chakra) liegt zwischen den Augenbrauen und hat in den indischen Darstellungen zwei Blütenblätter. Nach Leadbeater hat es 2 x 43 (96) Blütenblätter, wobei eine Hälfte rosarot mit goldgelben Einschlag ist und die zweite Hälfte lila-blau. Bei Heilmeditationen, in denen man Willenskraft anwendet, soll man die Aufmerksamkeit auf die Stelle zwischen den Augenbrauen richten; bei Heilmeditationen, in denen man mit gedanklichen Vorstellungen arbeitet, auf das verlängerte Rückenmark; und bei Heilmeditationen, in denen man seine Hingabe erweckt, auf das Anahata-Chakra. Mit der Zeit richtet sich die Aufmerksamkeit ganz von selbst auf diese Zentren. Das verlängerte Mark und die Stelle zwischen den Augenbrauen sind in Wirklichkeit der positive und der negative Pol ein und desselben Zentrums, in welchem die intelligenzbegabte Lebenskraft regiert. Zuzeiten wies Paramhamsaji seine Schüler an, sich auf die Stelle zwischen den Augenbrauen zu konzentrieren und zu anderen Zeiten auf das verlängerte Mark. Wenn sich der Blick mit ruhiger Konzentration auf die Stelle zwischen den Augenbrauen richtet, fließt der Strom (Odlohe) aus beiden Augen zuerst auf das Ajna-Chakra und von dort auf das verlängerte Mark. Dann schaut man das "einfältige" astrale Lichtauge des verlängerten Marks.

Sahasrara-Chakra
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Dieses Chakra wird gewöhnlich als letztes erweckt. Zu Beginn hat es dieselbe Größe wie die übrigen; in dem Maße aber, wie der Mensch auf dem Pfade geistiger Entwicklung fortschreitet, nimmt es an Umfang stetig zu, bis es fast die gesamte Schädeldecke einnimmt. Seine Entfaltung bringt aber eine andere Besonderheit mit sich: Anfänglich ist es so wie alle anderen Chakras eine Vertiefung im Ätherkörper, da durch es, sowie durch alle anderen die göttliche Kraft von außen einströmt. Wenn aber der Mensch seine Stellung als König des göttlichen Lichtes verwirklicht hat, der auf alles, was ihn umgibt, verschwenderisch seine Gaben ausstreut, dann schaltet sich dieses Chakra um, indem es sich sozusagen von innen nach außen umstülpt. Es ist nicht länger mehr ein Stromweg für die Kraftaufnahme, sondern für Kraftausstrahlung, nicht mehr eine Vertiefung, sondern eine Erhebung, die sich wie ein Dom über dem Haupte als eine wahrhafte Glorienkrone wölbt.

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